WFS Logo

Witte Financial Services

Stephan Witte, M.A.
Oelerser Straße 6
31275 Sievershausen

Telefon: 05175 954681 / -80
Fax:       05175 302367
Mobil:    0178 8757938

E-Mail: Stephan@Witte-Financial-Services.de
Zum vollständigen Impressum

WFS Pools

Hier geht es zum [ Login ]

News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
Startseite Aktuelle Publikationen Finanzdienstleistungen Infopool Ratings

 

Setzungsschäden auf eigenes Risiko
 
 Auch in Wohngebäudversicherungen mit Schutz gegen unbenannte Gefahren sind Setzungsschäden üblicherweise ausgeschlossen. Das Landgericht Koblenz hat mit Urteil vom 20. Mai 2009 (Az.: 12 O 399/07) die Schadenersatzklage eines Hausbesitzers zurückgewiesen, an dessen Haus erhebliche Setzungsrisse entstanden waren. Wer sein Haus neben einem Grundstück mit einem Baumbestand errichtet, kann von dem Baumbesitzer keinen Schadenersatz verlangen, wenn wegen des Wasserbedarfs der Bäume Schäden an dem Gebäude auftreten.
Im Jahr 1990 hatte der Kläger ein Zweifamilienhaus errichten lassen. Bereits damals standen auf einem der Gemeinde gehörenden Nachbargrundstück in einer Entfernung von nur zehn Metern etliche Eichen, die im Bebauungsplan als erhaltenswerter Baumbestand ausgewiesen waren. Eine möglicherweise anfängliche Begeisterung des Klägers für die Bäume wurde durch Ärger abgelöst, als sich an seinem Haus im Laufe der Jahre Setzungsrisse bildeten, welche er auf den hohen Wasserbedarf der Eichen zurückführte. Denn dadurch entstand ein Schaden in Höhe von mehr als 21.000 Euro.
Der Hausbesitzer machte in seiner gegen die Gemeinde gerichteten Schadenersatzklage geltend, dass die Gemeinde hätte Vorsorge treffen müssen, um derartige Schäden zu verhindern. Doch dem wollten die Coburger Richter nicht folgen. Sie wiesen die Klage als unbegründet zurück.
Nach Ansicht der Richter liegt kein schuldhaftes Fehlverhalten der Gemeinde vor. Denn vor Eintritt des Schadens bestanden keinerlei konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Wasserbedarf der Eichen eine Gefahr für das auf dem Nachbargrundstück errichtete Gebäude darstellen könnte. Ohne solche Anzeichen kann von einem Baumbesitzer aber weder verlangt werden, dass er die Wurzeln regelmäßig sichtet und gegebenenfalls kappt, geschweige denn, dass er die Bäume vorsorglich fällen lässt.
Der Kläger wusste bei Errichtung des Gebäudes von dem Baumbestand auf dem Nachbargrundstück. Nach Ansicht des Gerichts wäre es daher ausschließlich seine Sache gewesen, durch den Bau entsprechend tiefer Fundamente einer möglichen Setzungsgefahr entgegenzuwirken.
Mittlerweile ist die Entscheidung rechtskräftig.