WFS Logo

Witte Financial Services

Stephan Witte, M.A.
Oelerser Straße 6
31275 Sievershausen

Telefon: 05175 954681 / -80
Fax:       05175 302367
Mobil:    0178 8757938

E-Mail: Stephan@Witte-Financial-Services.de
Zum vollständigen Impressum

WFS Pools

Hier geht es zum [ Login ]

News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
Startseite Aktuelle Publikationen Finanzdienstleistungen Infopool Ratings

 

Beweislast für berufsbedingten Schlaganfall
 
Das Hessische Landessozialgericht hat mit Urteil vom 17. Februar 2009 entschieden (Az.: L 3 U 292/03), dass ein Versicherter keinen Anspruch auf Leistungen durch seine Berufsgenossenschaft hat, wenn er nicht eindeutig beweisen kann, dass ein Schlaganfall durch eine berufliche Tätigkeit ausgelöst wurde.
Ein selbstständiger Masseur hatte geklagt, der seine Berufsgenossenschaft wegen der Folgen eines Schlaganfalls in Anspruch nehmen wollte. Nach Aussage des Klägers hatte er zusammen mit einem Helfer eine für seine Praxis erworbene Waschmaschine transportiert. Als die Maschine eine Treppe heruntergetragen wurde, glitt sie dem Helfer aus den Händen. Dadurch lagerte das gesamte Gewicht auf der Halswirbelsäule des unten gehenden Klägers. Kurz darauf erlitt er den Schlaganfall.
Der Vorfall hatte sich im Rahmen seiner Berufsausübung ereignet. Daher ging der Masseur davon aus, seine Berufsgenossenschaft in Anspruch nehmen zu können. Diese war der Meinung, der Kläger hätte nachweisen müssen, dass die Ursache des Schlaganfalls die Folge eines Unfalls war und sich nicht lediglich rein zufällig während des Tragens der Waschmaschine ereignete. Da der Kläger diesen Nachweis nicht erbracht habe, könne auch von keinem Berufsunfall ausgegangen werden.
Das Gericht kam nach umfangreichen medizinischen Ermittlungen zu dem gleichen Ergebnis und wies die Klage des Masseurs als unbegründet zurück.
Nach Überzeugung der Richter konnte der Schlaganfall unmöglich allein durch die Kraftanstrengung des Klägers entstanden sein. Als Berufsunfall wäre der Vorfall nur dann zu werten gewesen, wenn durch die abrutschende Waschmaschine die Halsschlagader des Klägers verletzt worden wäre. Das hätte die Ablösung eines Embolus und so den Verschluss einer das Gehirn versorgenden Arterie bewirken können.
Der Kläger konnte das nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachweisen. Daher war die Klage mangels ausreichender Beweise als unbegründet zurückzuweisen.
Das Urteil ist rechtskräftig.