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Witte Financial Services

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News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
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Wann auf Neuwagenbasis abgerechnet werden darf
 
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 9. Juni 2009 entschieden (Az.: VI ZR 110/08), dass ein Geschädigter, dessen neuer Pkw erheblich beschädigt wurde, den ihm entstandenen Schaden nur dann auf Neuwagenbasis abrechnen kann, wenn er ein gleichwertiges fabrikneues Ersatzfahrzeug erworben hat.
Nur einen Tag nach der Zulassung seines fabrikneuen BMW M6 Coupés war der Kläger unverschuldet in einen Unfall verwickelt worden. Zu dieser Zeit wies das Auto einen Tachostand von etwas mehr als 600 Kilometern auf. Der Versicherer des Unfallverursachers erstattete ihm lediglich die von einem Sachverständigen ermittelten Reparaturkosten zuzüglich einer merkantilen Wertminderung, obwohl der Wagen erheblich beschädigt wurde und dem Kläger eigentlich die Kosten für die Anschaffung eines gleichwertigen Neuwagens zugestanden hätten.
Die Versicherung lehnte den Wunsch des Klägers ab, ihm gegen Überlassung des unreparierten Fahrzeuges den Neupreis zu erstatten, da er dazu zwingend die Anschaffung eines gleichwertigen, fabrikneuen Ersatzfahrzeuges nachweisen müsse. Der Mann scheiterte mit seiner dagegen gerichteten Klage.
Nach Meinung des BGH stehen dem Besitzer eines Neuwagens, der zum Zeitpunkt eines unverschuldeten Unfalls eine Laufleistung von maximal 1.000 Kilometer aufweist, im Falle einer erheblichen Beschädigung zwar grundsätzlich die Kosten für die Anschaffung eines gleichwertigen Neuwagens zu. Das gilt aber nur dann, wenn er den Kauf eines solchen Fahrzeuges nachweist. Ausschlaggebender Gesichtspunkt für die Erstattung der im Vergleich zum Reparaturaufwand höheren, und damit an sich unwirtschaftlichen Ersatzbeschaffungs-Kosten ist das besondere Interesse des Geschädigten am Eigentum und an der Nutzung eines Neufahrzeuges. Ein solches Interesse muss jedoch konkret nachgewiesen werden.
Wenn ein Geschädigter auf den Kauf eines Neufahrzeuges verzichtet, fehlt es nach Ansicht der Richter an dem inneren Grund für die Gewährung einer Neupreisentschädigung.
Daher hat es der beklagte Versicherer zu Recht abgelehnt, dem Kläger mehr als die fiktiven Reparaturkosten und die Wertminderung zu erstatten.