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Witte Financial Services

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News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
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Wenn ein angeketteter Hund beißt …
Das Landgericht Coburg hat mit Urteil vom 10. Juni 2008 (11 O 660/07) entschieden, dass für einen beißenden Hund in aller Regel sein Halter haftet. Ist von früheren Vorfällen bekannt, dass der Vierbeiner bissig ist, kann das selbst dann gelten, wenn der Hund bei seiner Bissattacke angekettet war.
Ein achtjähriges Kind nahm mit seinen Eltern an der Geburtstagsfeier eines Onkels in einem von der Beklagten vermieteten Raum teil. Im Hof des Anwesens befand sich angebunden an einer Kette der Hund der Beklagten, auf dessen Gefährlichkeit sie hingewiesen hatte. Während der Feier ging der Junge jedoch unbemerkt in den Hof und zum Hund. Der sprang auf ihn zu und biss ihn ins Gesicht.
Dafür verklagte das Kind, vertreten durch seine Eltern, den Beklagten auf Schmerzensgeld in Höhe von 12.500 €. In Höhe von 1.500 € hatte es damit vor dem Landgericht Coburg Erfolg.
Durch den Biss hatte sich die „typische Tiergefahr“ verwirklicht, für die die Halterin einstehen muss. Den Kläger traf zwar ein Mitverschulden, weil er sich trotz der Warnung dem Hund genähert hatte und außerdem bei einem normal entwickelten Kind seines Alters davon auszugehen ist, dass es um die Gefahr fremder Hunde weiß. Das überwiegende Mitverschulden (nämlich 75%) traf jedoch die Beklagte, weil sie trotz der Kenntnis, dass zu der Feierlichkeit auch Kinder erscheinen würden, den Hund nicht weggesperrt hatte, obwohl dieser bereits zweimal vorher Personen angegriffen und gebissen hatte. Nachdem die Verletzungen des Jungen nicht zu gravierend waren und praktisch folgenlos verheilt sind, sah das Gericht allerdings 1.500 € Schmerzensgeld als völlig ausreichend an.