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Witte Financial Services

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News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
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Bedeutung der Gesundheitsfragen nicht zu unterschätzen!

 

Wenn Sie einen Vertrag auf Berufsunfähigkeits-, Unfall-oder Krankenversicherung abschließen wollen, so beantworten Siedie Angaben zum Gesundheitszustand umfassend undwahrheitsgemäß. Andernfalls ist Streit mit der Versicherungvorprogrammiert.

Legen Sie allerhöchstes Augenmerk auf die vollständige,korrekte und ausführliche Beantwortung der Gesundheitsfragen. Dies gilt für die Berufsunfähigkeitsversicherung ebenso wie für die Unfall- oder Risikolebensversicherung.

Dabei sind unbedingt auch so genannte Bagatellerkrankungen (Husten,Schnupfen, wiederkehrende Kopfschmerzen) anzugeben, da der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person sicherlich nicht jede Diagnose kennt und damit nicht einschätzen kann, ob die Erkrankung aus Sicht des Versicherers von Bedeutung ist oder nicht. Bei der Frage nach bestehenden Gebrechen geben Sie bitte auch länger zurückliegende Bänderrisse an – auch wenn sie scheinbar ausgeheilt sind. Aus medizinischer Sicht heilen diese nie endgültig. So sehen das auch die Versicherer.

Daher ist es immer besser, die Gesundheitsfragen möglichst umfangreich zu beantworten als später etwas zu verschweigen, was aus Sicht des Versicherers bedeutsam war. Im Zweifelsfall ist all das risikorelevant, wonach ausdrücklich gefragt wird. Da manche Versicherer aber danach fragen, ob in den letzten 10 Jahren Krankheiten, Beschwerden oder Störungen bestanden, ist hier eine objektive Eingrenzung kaum möglich.

Dieses Rücktrittsrecht ist bei neuen Verträgen meist auf 5Jahre beschränkt. Zum Teil stehen hier aber auch 3 oder gar 10Jahre. Bei besonders schweren Verstößen gilt sogar eine generelle Frist von 10 Jahren - im Falle der „arglistigen Täuschung“.

Arglist liegt etwa dann vor, wenn etwa „witterungsbedingte Erkältungen und Pollenallergie“ angegeben werden, in der Tat aber Asthma mit monatelangem Husten, Luftnot und eitrigen Bronchitidenbestand. Genauso arglistig handelt derjenige, der zwar lange zurück liegende Erkrankungen angibt, jedoch darauf verzichtet,eine fachärztliche Behandlung wegen Ohrenbeschwerden (Tinnitus) und Wirbelsäulenbeschwerden anzugeben. Eine pauschale Aussage zur Bedeutsamkeit einzelner Gesundheitsangaben lässt sich leider nichtgeben. Die Rechtsprechung behandelt immer nur den konkreten Einzelfall.
 

In der Praxis raten einige Versicherungsvermittler ihren Kunden, besonders schwerwiegende Erkrankungen besser nicht anzugeben, da die Versicherung ansonsten nicht annehmen würde. Fliegt dieserSchwindel auf, so ist der Vertrag rückwirkend nichtig. Trennen Siesich von solchen „Beratern“!

 

Wer schummelt, zahlt Prämien umsonst

Manche Kunden glauben, dass sie gut damit fahren, bestimmte Risiken unter den Tisch fallen zu lassen. Dies gilt besonders dann, wenn sie schon einmal von einem Versicherer wegen einer Sache abgelehnt wordensind. So verschweigen sie etwa einen Bandscheibenvorfall und geben im Antrag als Hausarzt einen Arzt an, der von den maßgeblichen Erkrankungen keine Kenntnis hat.
Kommt dann heraus, dass der Versicherte bei Antragstellung gelogen hat,entfällt rückwirkend der Versicherungsschutz. Dies gilt sogar dann, wenn der Versicherte nicht wegen eines weiteren Bandscheibenvorfalls, sondern etwa wegen Krebs oder multipler Sklerose berufsunfähig würde. Begründung: bei korrekter Angabeder Gesundheitsfragen wäre Versicherungsschutz entweder gar nicht, mit Ausschlussklausel oder gegen Zuschlag angeboten worden. Schummeln lohnt also nicht.

 

Nehmen Sie sich Zeit!

Wenn Sie sich dafür entscheiden haben, eine Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, dann bereiten Sie sich vor! Tragen Sie am besten auf einem Zettel oder in einer Excel-Tabelle alle Unfälle, Krankheiten und Arztbesuche zusammen,die Sie in den letzten 10 Jahren hatten. Sortieren Sie diese nach dem Datum. Ergänzen Sie Angaben zur Diagnose, Art und Dauer der Behandlung (z.B. Medikamenteneinnahme und konkretes Medikament) und dem behandelnden Arzt. Geben Sie diesen später im Antrag mit voller Anschrift und Telefonnummer für Rückfragen an.

Überprüfen Sie, ob auch wirklich alle Untersuchungen, Beratungen und Behandlungen erfasst wurden: Hausarzt, Hautarzt, Zahnarzt, Frauenarzt, HNO-Arzt, Psychologe, Kurklinik und so fort. Waren Sie im Krankenhaus, dann fügen Sie am besten auch die jeweiligen Entlassungsberichte anbei. Lassen Sie sich von Ihren Ärzten eine Kopie der Krankenakte geben. Dafür dürfen diese Ihnen höchstens 12 cent pro Kopie in Rechnung stellen.Fordern Sie auch Informationen bei Ihrer Krankenversicherung an.

So vorbereitet, können Sie unkompliziert alle Gesundheitsfragen zur Berufsunfähigkeits-, Kranken-, Lebens- oder Unfallversicherung beantworten. Eine spätere Anfechtung wegen arglistigen Verschweigens von Gesundheitsangaben bleibt Ihnen erspart.