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Witte Financial Services

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News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
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Buchvorstellungen
 
Friedhelm G. Nickel und Monika Fortmann: „Wörterbuch der Versicherung. Dictionary of Insurance Terms. Deutsch-Englisch.“ Karlsruhe2 (Verlag Versicherungswirtschaft), 2009, 488 Seiten; Ladenpreis: 48,00 Euro
 
Friedhelm G. Nickel und Monika Fortmann: „Wörterbuch der Versicherung. Dictionary of Insurance Terms. Englisch-Deutsch.“ Karlsruhe3 (Verlag Versicherungswirtschaft), 2009, 645 Seiten; Ladenpreis: 48,00 Euro
 
Die beiden zusammengehörigen Wörterbücher enthalten jeweils 20.000 bzw. 25.000 Einträge zum Wortschatz von Policen und Korrespondenz zwischen Versicherern, Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern ebenso wie Einträge zu diversen Schaden- und Personenversicherungen. Der Klappentext des Verlages erhebt den Anspruch, alle wesentlichen Produkte der zuletzt benannten Kategorien erfasst zu haben. Diesen Anspruch gilt es zu überprüfen.
Wesentliche Sachversicherungssparten sind beispielsweise im privaten Bereich die Privathaftpflicht-, Hausrat-, Wohngebäude-, Glas-, Rechtsschutz-, Kfz- sowie Unfallversicherung. Häufig nachgefragte gewerbliche Sachversicherungsprodukte sind z.B. Betriebshaftpflichts- sowie Geschäftsinhaltsversicherung. Relevante Produkte sind daneben z.B. eine Betriebsschließungs- und eine Existenz-Betriebsunterbrechungsversicherung.
Von diesen Begriffen sucht man die Wohngebäudeversicherung oder alternativ verbundene Gebäudeversicherung vergebens. Fündig wird man zumindest etwas unbefriedigend unter dem Eintrag „Gebäude- und Einrichtungsversicherung“ (building and content insurance). Die Kfz-Versicherung schließlich findet man in diversen Varianten, wenn unter „Autoversicherung“ sucht.
Im Bereich der Personenversicherungen sind u.a. Begriffe wie private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung, Dread Disease, funktionelle Invaliditätsversicherung, kapital- und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung zu erwarten.
Der Begriff Dread Disease ist weder in der Deutsch-Englischen noch in der Englisch-Deutschen Variante zu finden. Gleiches gilt für eine funktionelle Invaliditätsversicherung (z.B. Multi- und Kombirente von Janitos bzw. Axa).
Zu den sonstigen fachbezogenen Begriffen gehören beispielweise der Verzicht auf die Einrede der grob fahrlässigen Herbeiführung des Versicherungsfalls oder der Begriff der Obliegenheitsverletzung.
Von den bisher benannten 22 Begriffen lassen sich immerhin etwa 90 % ohne größere Probleme finden und damit vom Deutschen ins Englische übersetzen.
Weniger positiv fällt die Bilanz aus, wenn man für ausgewählte Sparten detaillierte Begrifflichkeiten sucht. So dürfte man im Rahmen der Unfallversicherung u.a. folgende Begriffe erwarten: Invaliditätsleistung, Progression, Mitwirkungsanteil, erhöhte Kraftanstrengung und Eigenbewegung. Im Zusammenhang mit Kfz-Versicherungen sollten zu finden sein u.a. Rabattretter, Rabattschutz, Fahrerschutz- oder Fahrerunfallversicherung, Schadenfreiheitsrabatt und Mallorcadeckung. Diesem Anspruch wird der Deutsch-Englische Teil leider nicht gerecht. Statt „Progression“ finden sich immerhin „Progressionssatz“, „progressive Invaliditätsstaffel“ sowie „progressive Staffel“. Die restlichen Begriffe zur Unfallversicherung fehlen gänzlich. Nicht viel anders sieht es mit der Kfz-Versicherung aus; mit Ausnahme des Schadenfreiheitsrabatts lässt das Wörterbuch den Suchenden auch hier im Regen stehen.
Wenig verwundenswert ist, dass auch Begriffe wie Riester- oder Rüruprente fehlen, für die es im Englischen verständlicherweise keine Entsprechung gibt.
Schade ist es allerdings, wenn bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche ein Begriff wie „variable annuity“ mit „dynamische Rente, veränderliche Rente“ übersetzt wird, was sicher wenig zum näheren Verständnis beiträgt. Hier wäre es wünschenswert bei diesen und ähnlichen Begriffen etwas zur Bedeutung beizutragen, da die Übersetzung sonst im Zweifel ohne Wert bleibt.
Hilfreich wäre in der Einleitung auch ein Hinweis zur Sortierung der Begriffe gewesen. So sucht man etwa den Eintrag „all risks cover“ (Allgefahrendeckung) zunächst zwischen „alloy of mercury Quecksilberlegierung, Amalgam“ und „allurement Verlockung; anziehende Gegenstände; Lockmittel, Reiz“, statt zwischen „alkaline salt Alkalisalz“ und „allegation Behauptung; Aussage, Anführung; Beschuldigung, Vorwurf“.
 
Fazit: für den Makler im Privatkundengeschäft sind die beiden Wörterbücher trotz zahlreicher hinterlegter Begriffe eher wenig geeignet. Zielgruppe sind wohl eher Makler im Industrie- und Rückversicherungsgeschäft sowie Versicherer im Rahmen ihrer Korrespondenz mit ausländischen Töchtern und sonstigen Geschäftspartnern.
 
 
Christian Armbrüster: „Aktuelle Rechtsfragen der Beratungspflichten von Versicherern und Vermittlern (§§ 6, 61 VVG).“ und Frank Baumann: „Die praktischen Auswirkungen der Beratungspflichten des Vermittlers“. Karlsruhe (Verlag Versicherungswirtschaft), 2009 (Vorträge, gehalten auf dem 26. Münsterischen Versicherungstag am 22. November 2008; Münsteraner Reihe Band 110), 43 Seiten; Ladenpreis: 12,90 Euro
 
Im ersten Teil der Abhandlung untersucht Armbrüster die Beratungspflichten von Versicherern und Vermittlern, wobei er auch die Unterscheidung zwischen Aufklärungs- und Beratungspflicht herausarbeitet. So bestehe zwar für Vermittler die Pflicht, ihren Rat schriftlich zu dokumentieren, nicht jedoch den Kunden im engeren Sinne über das zu vermittelnde Produkt zu beraten.  Dazu heißt es: „Beratung geht über Aufklärung hinaus. Sie umfasst nämlich nicht nur eine auf die Bedürfnisse des konkreten Versicherungsnehmers ausgerichtete Information, sondern darüber hinaus eine konkrete Handlungsempfehlung (= These 1). Bei einer Aufklärungspflicht handelt es sich hingegen lediglich um eine Unterrichtungspflicht, die zwar auf die konkreten Verhältnisse des Versicherungsnehmers bezogen ist und sich darin von einer abstrakten Information unterscheidet, bei der aber die Erteilung eines Rates fehlt.“
Insgesamt stellt Armbrüster im Rahmen seiner Abhandlung 12 Thesen auf und geht dabei unter anderem auf den Unterschied zwischen geschuldeter Aufklärung und umfassender Beratung, den Umfang eines Beratungsanlasses, den Verhältnis zwischen Produktinformation und Beratungsanlass, der Möglichkeit eines Beratungsverzichts, der Intiativlast auf Seiten des Versicherers vor- und nur im Ausnahmefall nach Vertragsabschluss oder den Besonderheiten einer etwaigen Beratungspflicht bei Verträgen über Fernabsatz.
Auf Seite 7 stellt der Autor die These auf, dass „Fehlvorstellungen über den Deckungsumfang […] zu den personenbezogenen Anlässen für Beratung“ gehören und schreibt dazu im Vorfeld wie folgt: „Es wurde schon dargelegt, dass die Schwierigkeit, die Versicherung zu beurteilen, am Maßstab eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers zu beurteilen ist. Liegen Kenntnisse und intellektuelle Fähigkeiten des konkreten Vertragsinteressenten darüber, so bleibt ihm nur die Verzichtsmöglichkeit; liegen sie umgekehrt darunter, so gibt dies einen eigenständigen – nicht produkt-, sondern personenbezogenen – Anlass zur Beratung.“ Damit erscheint der Beratungsverzicht unter bestimmten Umständen das Mittel der Wahl zu sein. In diesem Zusammenhang sollte man jedoch auch die Betrachtungen zu These 10 sorgfältig lesen (S. 21-25), wonach „allein eine hohe Verzichtsquote noch nicht als Misstand angesehen werden“ könne, „sondern allenfalls als ein Indiz für die Ausübung von Druck. Es ist nämlich zu beachten, dass bereits das Erfordernis einer gesonderten schriftlichen (s. § 126 BGB) Erklärung und des Hinweises darauf, dass der Verzicht sich nachteilig auf Schadenersatzansprüche auswirken kann, eine gewisse Schutzwirkung gegenüber einem vorschnellen Verzicht bietet. Zudem ist zu bedenken, dass es dem Kunden frei steht, allein schon durch den Abschluss eines Fernabsatzvertrages mit einem Direktversicherer faktisch auf die Beratung zu verzichten, da der Versicherer sie in diesem Fall nicht schuldet.“ (S. 22) Armbrüster geht in diesem Zusammenhang auch der Wirksamkeit eines Beratungsverzichts im Zusammenspiel mit der AGB-Rechtsprechung  und der Forderung auf eine „eigene Urkunde“ nach (S. 22-24).
Brisant erscheint auch die These auf S. 8, wonach ein Vermittler einem Interessenten im Zweifel von bestimmten Produkten abraten solle, obwohl es doch „primär“ darum gehe, Deckungslücken zu verhindern. Damit werde, so Armbrüster, ein weitreichender Eingriff in die Privatautonomie vorgenommen, der in der sonstigen privaten Wirtschaft nicht vorgesehen ist.
Spannend sind die Betrachtungen zum Verhältnis zwischen dem Umfang der geschuldeten Prämie eines Vertrages sowie der damit für den Vermittler erzielbaren Provision (Proportionalitätsregel). Daraus ergibt sich These 7, wonach es darauf ankommen müsse, „ob ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer mit dem Kenntnisstand und in der (wirtschaftlichen und familiären) Situation des Kunden die Beratungsleistung auch dann zu bezahlen bereit wäre, wenn sie neben der Prämie separat berechnet würde“. Davon unbenommen ist die Option einer zwar überobligatorischen Beratungsdienstleistung des Vermittlers, die dennoch zutreffend zu sein hat (S. 13-17).
Von Interesse ist auch These 9, wonach ein Versicherer seinen Versicherten erneut eine anlassbezogene Beratung schulde, wenn ein Makler seine Betreuung eines konkreten von ihm vermittelten Vertrages einstellt (S. 20).
Eine Zusammenfassung aller zwölf Thesen schließt den Beitrag ab.
In dem zweiten, kürzen Teil des Heftes geht Frank Baumann den praktischen Auswirkungen der Beratungspflichten des Vermittlers nach. Zunächst stellt er fest, dass ein flächendeckender Gebrauch von Verzichtserklärungen nicht festzustellen ist. Dafür allerdings hätten viele Mehrfachagenten ihre Beratungsgrundlage eingeschränkt. In diesem Zusammenhang geht Baumann auch dem Problem Pool / Mehrfachvertreter im Gegensatz zu Pool / Makler nach. Konkret hätten einige Pools eigene Mehrfachvertretungen gegründet, um das gesetzliche Dilemma in der praktischen Zusammenarbeit mit Mehrfachvertretern zu umgehen. Baumann zufolge könne jemand auch dann als Makler tätig sein, wenn er seine Beratungsgrundlage ständig auf eine bestimmte Auswahl beschränke, „denn auch der in der Begründung zu § 60 VVG ausdrücklich erwähnte Spartenmakler erbringt seine volle Maklerleistung gegenüber seinem Kunden, selbst wenn er in die Beratungsgrundlage in bestimmten Segmenten ständig auf bestimmte Produktanbieter beschränkt. Entscheidend ist vielmehr, dass Transparenz für den Kunden hergestellt wird, wenn der Kunde über die Beschränkung der Beratungsgrundlage aufgeklärt wird.“ (S. 36)
Baumann geht weiter der Frage nach, in welchem Umfang Kunden tatsächlich über die umfangreichen neuen Beratungspflichten und vor allem das deutliche Mehr an Papier positiv reagieren. Faktisch könne ein Zuviel an Beratung nicht nur verwirren, sondern sogar ungewünscht sein.
Kritisch hinterfragt wird auch die gesetzlich vorgenommene Unterscheidung zwischen Versicherungsvermittlern und Versicherern im Zusammenhang mit dem Fernabsatz (S. 38-39). Weiter verfolgt er die Frage, inwiefern einen Versicherer auch dann laufende Beratungspflichten treffen, wenn ein Vertrag durch einen Makler zwar vermittelt, aber nicht mehr betreut wird. Unbeantwortet bleibt in diesem Zusammenhang etwa die Frage, inwiefern ein Versicherungsmakler dazu berechtigt ist, sich allein auf die Vermittlung eines Versicherungsvertrages zu beschränken oder gar seinen Maklervertrag zu kündigen (S. 41). Abschließend lautet die Feststellung von Baumann, dass Versicherungsvermittlung „auch in Zukunft […] im Interesse der Versicherungsnehmer kein Gewerbe mit abschreckenden Haftungsrisiken sein [dürfe], weil Versicherungsnehmer ansonsten denjenigen Ansprechpartner verlieren, den sie jedenfalls gegenwärtig auch als wichtigsten „Informationsvermittler“ ansehen.“ (S. 43).
 
Fazit: eine Lektüre des Beitrages von Armbrüster ist überaus lohnenswert für alle Makler, die ein Interesse nicht nur am praktischen Verkauf, sondern auch an einer Haftungsreduzierung durch fundierten theoretischen Überbau besitzen. Der Beitrag von Baumann ist sicher lesenswert, bringt jedoch wenig Neues.
 
Spielmann, Stefan: „Aktuelle Deckungsfragen in der Sachversicherung“ Karlsruhe (Verlag Versicherungswirtschaft),  2009 (Schriftenreihe VersicherungsForum. Tagungsreihe des Verlages Versicherungswirtschaft. Band 32. Hg: Peter Bach), 262 Seiten; Ladenpreis: 35,00 Euro; ISBN: 978-3-89952-456-7
Günther, Dirk-Carsten: „Betrug in der Sachversicherung.“ Karlsruhe (Verlag Versicherungswirtschaft), 2006 (Schriftenreihe VersicherungsForum. Tagungsreihe des Verlages Versicherungswirtschaft. Band 31. Hg: Peter Bach), 212 Seiten; Ladenpreis: 32,00 Euro; ISBN: 3-89952-279-6
Günther, Dirk-Carsten: „Der Regreß des Sachversicherers.“ Karlsruhe3 (Verlag Versicherungswirtschaft), 2008 (Schriftenreihe VersicherungsForum. Tagungsreihe des Verlages Versicherungswirtschaft. Band 30. Hg: Peter Bach), 394 Seiten; Ladenpreis: 39,00 Euro; ISBN: 978-3-89952-345-4
 
Spielmanns Buch wendet sich als Teil einer dreiteiligen Reihe an alle mit dem Sachversicherungsrecht befassten Personen und versteht sich als Entscheidungshilfe für die tägliche Regulierungspraxis der Mitarbeiter in den Schadenabteilungen der Versicherungswirtschaft. Eine aktive Lektüre kann jedoch auch jedem Makler angeraten werden, der seinen Schwerpunkt auch im Bereich von Hausrat-, Wohngebäude- und Geschäftsinhaltsversicherungen sieht.
Neben allgemeinen Fragestellungen, die sich für die Sparte aus der VVG-Reform ergeben, geht Spielmann ausführlich auf die Rechtsprechung der vergangenen Jahrzehnte und ihre Auswirkungen auf die Schadenregulierung ein.
Umfassend wird auf Leistungseinschlüsse, Ausschlüsse und Obliegenheiten eingegangen. Für Versicherungsmakler und Mehrfachvertreter von besonderem Interesse sind dabei die umfangreichen Hinweise zum Thema grobe Fahrlässigkeit, Sicherheitsvorschriften und Fristen im Schadenfall. Diskutiert werden auch verschiedene Theorien zur Quotelungspraxis (Additionsmodell, Gesamtbetrachtungsmodell, Stufenmodell, Konsumtionsmodell). In der täglichen Praxis sehr hilfreich für Makler als Sachwalter ihrer Kunden sind auch Hinweise zum Thema Gefahr erhöhende Umstände und Stehlgutliste. Informativ ist auch die Lektüre von Spielmanns Betrachtungen zu den Auswirkungen der VVG-Reform im Zusammenhang mit Obliegenheitsverletzungen.
Die beiden Vorgängerbücher der Reihe von Dirk-Carsten sind als Lektüre ebenfalls lesenswert, für die tägliche Praxis des Versicherungsmaklers selbst jedoch zu speziell und in vielen Teilen von untergeordneter Rolle. Nützlich sind jedoch die Hinweise speziell in „Betrug in der Sachversicherung“ rund um das Thema Anzeigepflichtverletzung und Arglist, da Makler in ihrer täglichen Praxis durchaus mit diesen Themen konfrontiert werden können.
 
Fazit: speziell das Buch von Spielmann ist dringend jedem Makler zu empfehlen, der auch nur gelegentlich Sachverträge vermittelt.
 
Altenähr, Volker: „Personenversicherungen kompakt.“ Karlsruhe (Verlag Versicherungswirtschaft), 2008 (Veröffentlichungen an den Berufsakademien in Baden-Würrtemberg. Studiengang Versicherung. Band 4. Hg: K. Kühlmann u.a.), 114 Seiten; Ladenpreis: 18,50 Euro; ISBN: 978-3-89952-375-1
Das Buch richtet sich an Studierende, Auszubildende und auch im Berufsleben Stehende, insbesondere auch Mitarbeitern des Außendienstes und versucht, einen ersten Überblick über die Personenversicherungssparten (Kranken-, Lebens- und Unfallversicherung) zu bieten. Für eine erste Orientierung zu den genannten Themen ist das Buch gut geeignet. In Teilen bietet es auch Alteingesessenen neue Informationen, nicht jedoch für eine vertiefende Lektüre zu den einzelnen Sparten.
 
Fazit: für bereits länger im Berufsleben stehende Makler ist das Buch unnötig.
 
Neuhaus, Kai-Jochen:Berufsunfähigkeitsversicherung.“ München (C.H. Beck), 2. völlig neu bearbeitete Auflage des von W. Voit begründeten Werkes, XXII, 689 Seiten; Ladenpreis: 98,- Euro; ISBN: 978 3 406 566325
 
Die zweite Auflage dieses Standardwerks zur Berufsunfähigkeitsversicherung berücksichtigt die Reform des Versicherungsgesetzes. Dabei wurde besonderes Gewicht auf die vollständige Erfassung der obergerichtlichen Rechtsprechung seit dem Erscheinen der Erstauflage vor nahezu 15 Jahren gelegt. Ausführlich berücksichtigt wurde auch die AGB-Kontrolle formularvertraglicher Klauseln, welche im Versicherungsrecht eine immer größere Bedeutung gewonnen haben.
Mit der Neuauflage wird allen mit dem Thema befassten Parteien umfassendes Material an die Hand gegeben, was vom Vertrieb (z.B. Umgang mit Ratings, Dokumentationspflichten), über den Leistungsfall (z.B. Beurteilung von Berufsunfähigkeit in Abhängigkeit von bedingungsseitigen Formulierungen und beruflichem Status) bis zu einem eventuellen Rechtsstreit (z.B. Abwehr und Durchsetzung von Rechtsansprüchen sowie Kostenberechnung) so gut wie alle wichtigen Punkte abarbeitet. Für die Praxis wurden außerdem diverse Schaubilder und Checklisten sowie Rechtsprechungsübersichten eingefügt. Am Rande wird auch auf alternative Formen der Arbeitskraftabsicherung (z.B. Unfallversicherung oder Dread Disease) eingegangen.
Vorrangige Zielgruppe sind Versicherungsunternehmen, Richter, Rechtsanwälte, Vernände und Vereinigungen der Versicherungsbranche, aber auch Versicherungsmakler und –vertreter.
 
Fazit: ein Muss für jeden ernsthaft am Thema Berufsunfähigkeit Interessierten.