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News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
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Verletztenrente nach Bandscheibenvorfall
 
Das Sozialgericht Düsseldorf hat am 13. März 2009 entschieden (Az.: S 1 U 4/08), dass die Berufsgenossenschaft nur unter bestimmten Umständen zur Leistung verpflichtet ist, wenn ein Arbeitnehmer nach einem berufsbedingten Unfall einen Bandscheibenvorfall erleidet. Dies ist nur dann der Fall, wenn ein eindeutiger, unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Bandscheibenvorfall und dem Unfall festgestellt werden kann.
Im Rahmen ihrer Berufsausübung war die Klägerin in einen Pkw-Unfall verwickelt worden, bei dem sie verletzt wurde. Kurz darauf wurde bei ihr ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Da sie nach eigenen Angaben vor dem Unfall keinerlei Beschwerden an ihrer Wirbelsäule hatte, sah die Klägerin einen Zusammenhang mit dem Autounfall. Sie beantragte daher bei ihrer Berufgenossenschaft die Zahlung einer Verletztenrente.
Der gesetzliche Unfallversicherer bestritt eine Leistungsverpflichtung unter Hinweis darauf, dass das Unfallgeschehen und die dabei erlittenen Verletzungen keinerlei Hinweis darauf zulassen würde, dass der Bandscheibenvorfall eine Folge des Unfalls war. Die Berufsgenossenschaft sah es vielmehr als Zufall an, dass die Versicherte die Wirbelsäulenerkrankung ausgerechnet nach dem Unfall erlitten hatte.
Die Arbeitnehmerin war anderer Meinung und zog gegen die Entscheidung der Berufsgenossenschaft vor Gericht. Dort erlitt sie eine Niederlage.
Die Richter stellten fest, dass das Unfallgeschehen zwar grundsätzlich dazu geeignet ist, eine Wirbelsäulenverletzung hervorzurufen. Trotz allem hielten sie einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und dem Bandscheibenvorfall für unwahrscheinlich, weil die Art der erlittenen Verletzungen gegen diese These sprach.
Nach Überzeugung des Gerichts ist es für einen traumatisch bedingten Bandscheibenvorfall erforderlich, dass bei der auslösenden Verletzung der Wirbelkörper selbst oder zumindest die den maßgeblichen Abschnitt der Wirbelsäule begleitenden Muskel- und Bandstruktur in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Bei der Klägerin war dies nicht der Fall, so dass das Gericht von einer anderen Ursache für den Bandscheibenvorfall ausging. Die Klage der Frau wurde daher als unbegründet zurückgewiesen.