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Witte Financial Services

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News

Dezember 2016

21.12.2016:
Risiko & Vorsorge 3.2016 erscheint. Unter Publikationen zum Download

21.12.2016:
Pflegeratings aktualisiert

April 2015

16.04.2015:
Die neue "Risiko & Vorsorge" erscheint erstmals mit "Produkte & Kritik"

Stephan Witte
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Kein Geld in der Kasko bei Alkoholfahrt
 
Das Landgericht Oldenburg hat mit Urteil vom 24. September 2010 entschieden (Az.: 13 O 1964/10), dass Autofahrer, die im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit ihr Fahrzeug zu Schrott fahren, nicht darauf hoffen dürfen, dass der Vollkaskoversicherer dafür zahlt.
 
Der Kläger fuhr mit einer Blutalkohol-Konzentration von 1,5 Promille mit seinem Porsche Carrera über die Autobahn. Dabei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte gegen die Mittelleitplanke. Das zu diesem Zeitpunkt noch ca. 35.000,- Euro teure Auto erlitt bei dem Unfall einen Totalschaden.
Der Kläger sah zwar ein, wegen seiner Alkoholisierung überwiegend Schuld an dem Unfall zu sein, war trotz allem der Meinung, dass sich sein Vollkasko-Versicherer angesichts der nach § 81 Absatz 2 des neuen Versicherungsvertrags-Gesetzes (VVG) bei grober Fahrlässigkeit vorzunehmenden Abwägung zu zumindest einem Drittel an dem Schaden beteiligen müsse.
Die Richter des Oldenburger Landgerichts teilten diese Ansicht nicht und wiesen das Begehren des Klägers als unbegründet zurück.
Nach Meinung der Richter liegt ein eindeutiger Fall grober Fahrlässigkeit vor, wenn ein Versicherter sein Fahrzeug im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit führt, nämlich mit einem Blutalkoholgehalt von mehr als 1,1 Promille. Ein solches Verhalten gehört nicht nur zu den schwersten Verkehrsverstößen überhaupt. Es ist auch subjektiv grob fahrlässig. Denn es ist allgemein bekannt, dass Kraftfahrer, die unter starkem Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilnehmen, sich und andere in unverantwortlicher Weise gefährden.
Über diese Regel hat sich der Kläger hinweggesetzt.
Daher war der Vollkaskoversicherer dazu berechtigt, die Versicherungsleistung um 100 % zu kürzen, da sein Verhalten unstreitig kausal für den Schaden verantwortlich war.
Nach Meinung des Gerichts ergibt sich eine vollständige Leistungsfreiheit allein schon daraus, dass ein derart grob fahrlässiges Verhalten das gleiche Gewicht hat wie eine vorsätzliche Handlung, die einen Versicherer ebenfalls zur Leistungsverweigerung berechtigt.
Folglich gibt es keinen Grund dafür, in solchen Fällen mit unterschiedlichen Rechtsfolgen zu reagieren.